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Möbellexikon

Abfärben

Vorsicht bei nicht farbechten Textilien, vor allem gefärbten Baumwollstoffen wie z.B. Bluejeans, T-Shirts in intensiven Farbtönen, (rot, schwarz, dunkelblau etc.), können durch Körperwärme, Feuchtigkeit usw. abfärben. Das passiert häufig bei hellen Bezügen auf Polsterteilen, aber auch schon bei naturbelassenen Holzflächen. Ursache sind demzufolge in der Regel die Textilien und nicht das Polstermöbel. Das gleiche gilt auch für Rau- oder Veloursleder. Bitte lesen Sie die Produktinformationen der Textil- und Lederhersteller.

Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten

Das Aufmaß und die Planung von Möbeln gehören zu den wichtigsten Aufgaben bei der Möbeleinrichtung und Montage. Der Verkäufer und der Monteur müssen deshalb unbedingt bereits bei der Planung bzw. vor der Montage wissen, welche Bodenmaterialien in der Wohnung vorhanden sind. Im Zweifelsfall kann der Bauträger bzw. Hausherr Auskunft geben. Böden, Wände und Decken sind nicht gerade und deshalb muss beim Montieren und Aufstellen der Möbel mit kleinen Unebenheiten gerechnet und dies berücksichtigt werden. Besonderer Hinweis: Die Verantwortung, dass die Möbel auch tatsächlich ins Haus und in die Wohnung passen, trägt der Käufer! Wohnmöbel sollen nicht bündig direkt an der Wand und nicht zu nahe an Heizkörpern oder Lichtquellen stehen. Eine ausreichende Luftzirkulation muss gewährleistet sein. Die Möbelteile müssen zwingend gerade ausgerichtet stehen! Wird das nicht beachtet, kann es sehr schnell zu Folgeschäden kommen (z. B. kippen, klemmen, quietschen, reißen, verkratzen und verziehen) bis hin zu Materialbrüchen. Eine besondere Beratung ist unbedingt bei Neubauten notwendig. Hier ist anfänglich ganz besonders für genügend Wandabstand und Luftzirkulation zu sorgen (Schimmelpilzgefahr). Feuchte Räume unbedingt beheizen. Die Wandbeschaffenheiten, ob Nord- oder Südrichtung, müssen bei der Bauübergabe bzw. vor der Möbelmontage uneingeschränkt nutzbar und trocken sein. Auch bei Energiesparhäusern sind Besonderheiten zu beachten. Bei Nichtbeachtung sind Folgeschäden zu erwarten. Siehe dazu auch Luftfeuchtigkeit und Neubauten.

Belastbarkeit

Die Belastbarkeit von Polstermöbeln, Funktions- und Anstellteilen generell – ob Glas, Holz, Metall, Kunststoff – ist sehr unterschiedlich und eingeschränkt. Deshalb sind die Herstellerangaben zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen unbedingt zu beachten. Auch eine fachgerechte und ausreichende Auflage bzw. Standsicherheit ist erforderlich. Die einzelnen Werte und Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweiligen Modellbeilage. Als Richtlinie gelten die Anforderungen der RAL-GZ 430 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. 

Bestimmungsgemäße Verwendung

Möbel, die für den privaten Wohnbereich gefertigt wurden, dürfen auch nur für den allgemeinen Wohnbedarf verwendet werden. Sie eignen sich nicht für den Objekt- oder Außenbereich. Das gilt für gewerblich genutzte Ferienwohnungen, Büros, Hoteleinrichtungen usw. Bei Aufträgen für den gewerblichen Bereich bzw. Objektbereich sowie öffentliche Einrichtungen müssen die dafür gültigen Normen, Sicherheitsbestimmungen und Regelwerke beachtet werden.

Chemische Reaktionen, z.B. Weichmacher in Tischauflagen

Bei vielen Möbeloberflächen, die mit unterschiedlichen Materialien, vor allem Kunststoffen, länger Kontakt haben, kann es zu chemischen Reaktionen oder Verfärbungen kommen.

Chemische Reinigungsmittel

Vorsicht mit chemischen Reinigungsmitteln, z. B. Aceton, Essigsäuren, Nitroverdünnung, Salmiak usw. Diese Mittel schaden nicht nur den empfindlichen Oberflächen, sondern können auch Ihrer Gesundheit schaden. Lesen Sie bitte immer genau die Produktbeschreibung und die Herstellerangaben.

Couchtische

Das Angebot von Couchtischen ist vielfältig und variantenreich. Dazu kommen immer neue Materialien. Hinweise für die Haltbarkeit, Belastbarkeit, warentypische Eigenschaften, Reinigung und Pflege sind aus der jeweiligen Produktinformation des Herstellers ersichtlich.

Dampfreiniger

Dampfreiniger sind für Möbel nicht geeignet. Auch wenn bestimmte Werbungen etwas anderes versprechen sollten. Der Dampfdruck kann relativ schnell Fugen, Dichtungen, Oberflächen etc. zerstören.

Druckstellen

Druckstellen bei Möbel- oder Einrichtungsgegenständen können sich sehr schnell und unterschiedlich ergeben. Bei Teppichen ergibt sich daraus eine Florverlagerung (Druckstelle z. B. durch einen Sofafuß), was sich mehr oder weniger deutlich und je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel abzeichnet. Bei Veloursstoffen kann ein Sitzspiegel oder „Gebrauchslüster“ entstehen. Das sind „warentypische Eigenschaften“. Entstehen Druckstellen durch äußere Einwirkungen an Möbeln im Gebrauch, z. B. am Möbelfuß durch Anstoßen mit dem Staubsauger, spricht man von „Gebrauchsspuren“.

Elektrogeräte und elektrische Bauteile

Für alle Elektro- und elektronischen Geräte und Teile sind im Besonderen die Gebrauchsanleitungen des Herstellers zu beachten. Es dürfen nur die vom Hersteller empfohlenen Ersatzgeräte verwendet werden. Wird das nicht beachtet, kann es zu Folgeschäden, Ausfall, Überhitzung usw. kommen. Bei Ausfall oder Problemen ist ein kompetenter Kundendienst einzuschalten.

Elektrostatische Aufladung

Statische Aufladung hängt in erster Linie mit zu trockener Luft in Wohnräumen zusammen, vor allem in den Wintermonaten durch lang anhaltende Heizperioden und in Kombination mit synthetischen Materialien, z. B. Teppichböden, Textilien, textilen Polsterbezügen, selten auch mit besonders lackierten Oberflächen. Die trockene Luft kann zur „Austrocknung“ des Bezugs führen. Schnelle Abhilfe schafft die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit m Raum durch eine gründliche Befeuchtung des Teppichbodens und feuchtes (nicht tropfnasses!) Abwischen der Polsterbezüge.

Empfindlichkeiten

Es ist allgemeiner Wissensstand, dass helle und einfarbige Bezüge oder Materialien generell empfindlicher sind als zum Beispiel dunkle, gemusterte Stoffe oder gedeckte Farben. Das gilt auch bei eventuell vorhandener Fleckschutzimprägnierung sowie für „Naturprodukte“ allgemein. Je naturbelassener ein Produkt ist, desto empfindlicher reagiert es auf äußere Einflüsse.

Farb- und Strukturunterschiede bei Massivholz und Echtholzfurnier (Toleranzen)

Unterschiedliche Natur- und Wachstumsmerkmale machen aus jedem individuell planbaren Echtholzmöbel ein „Unikat“ mit einem einzigartigen Erscheinungsbild. Holz verändert sich bei Sonnen- und Lichteinstrahlung, je naturbelassener desto schneller. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit, beispielsweise zwischen Planungsmuster und Lieferung, oder der horizontale und vertikale Strukturverlauf des Holzes, kann deshalb nicht garantiert werden und ist warentypisch. Hölzer und Furniere aus verschiedenen Stämmen bzw. Stammbereichen passen strukturell und farblich nicht überein, spätestens während der Nutzungsdauer treten Farbabweichungen auf. Bei späteren Ergänzungen empfiehlt sich daher eine Sonderfertigung nach Frontmustern, die sich jedoch auch im Laufe der Zeit durch Licht- und Sonneneinwirkung wieder unterschiedlich verändern können. Auch spezielle, modellbedingte Verarbeitungsmethoden wie vertikaler und horizontaler Furnierverlauf, „gestürzter“ Furnierzuschnitt zur optischen Formatierung, Furnier- und Massivholzkombinationen, Hirn- und Langholzverbindungen, „Umleimer“ oder die Parkettverleimung zur Formstabilität führen je nach Holzart, Position und Lichteinfall zu hellen und dunklen Farb- und Strukturakzenten. Diese Natur-Farbspiele sind eine warentypische Eigenschaft des gewachsenen Naturwerkstoffes und ein wesentliches, unverwechselbares Echtheitsmerkmal.

Farbabweichungen/Farbmuster

Kleinere Toleranzen am Produkt zwischen Ausstellungsware und Lieferung, nach Musterpaletten oder bei Nachbestellungen sind durch die industriellen Fertigungstoleranzen nicht zu vermeiden. Farbton, Maserung, Struktur und Muster sind nur annähernd und nicht zu 100% erreichbar. Auch die Struktur von Holz usw. ist von Lieferung zu Lieferung sehr unterschiedlich. Das gilt für alle Naturmaterialien sowie Textilien oder Leder. Lieferungen nach Farbmuster sind daher meist grundsätzlich von Reklamationen und Umtausch ausgeschlossen. Die Hersteller bemühen sich um eine bestmögliche Übereinstimmung. Im Zweifelsfall muss nach speziellen Farbmustern bestellt werden. Siehe auch Farb- und Strukturunterschiede.

Farbmigration/nicht farbechte Textilien

Bei hellen Stoff- oder Lederbezügen kann es in der Kombination mit dunklen oder intensiven Farbtönen, vorwiegend bei dunkelrot, blau, schwarz etc. zu einer Farbmigration (Abfärbung oder Farbwanderung) kommen. Auch die Bekleidungsindustrie kennt dieses Phänomen. Hier handelt es sich nachweislich um einen Mangel des Bekleidungsstoffs und dies liegt nicht in der Qualität des Möbelbezugs begründet. Beanstandungen solcher Art können deshalb nicht anerkannt werden. Abfärben durch Kleidungsstücke auf hellen Polstermöbeln ist besonders durch Jeans bekannt, bei Veloursledern oder Mikrofasern können das auch leichte Schleifstaubrückstände sein. Hier hilft gleich am Anfang ein vorsichtiges Absaugen oder feuchtes Abwischen. Leichte Farbveränderungen sind warentypisch.

Fremdmöbel und Fremdmöbelteile

Über Fremdmöbelteile und deren Einbau in die von uns gelieferten Möbelteile, bedarf es besonderen Vereinbarungen.

Füllungen

Das Abzeichnen der Kammern, Absteppungen und/oder Füllmaterial ist bei Steppmatten, Kammerkissen und Kissen mit losem Füllmaterial eine material- und modellbedingte Eigenschaft.

Funktionsteile und Funktionen

Beachten Sie bitte die Belastungshinweise laut Produktanleitung.  Funktionsteile benötigen verarbeitungstechnisch- und materialbedingt einen gewissen Spielraum. Maßtoleranzen oder ein leichter Versatz z. B. an Anstellteilen, Tischplatten, verstellbaren Teilen bei Polstermöbeln usw. sind nicht zu vermeiden und warentypisch. Leichte Maßveränderungen durch die Dicke der unterschiedlichen Bezugsmaterialien sind unumgänglich. Je nach Art und Oberfläche ist eine regelmäßige Wartung und Pflege wichtig (Herstellerhinweise). Möbel mit Funktion sind lt. Stiftung Warentest immer „Kompromissmöbel“. Eine sorgfältige Handhabung nach Herstellerangaben ist dabei genauso zu beachten wie die sachgerechte und nicht zweckentfremdete Nutzung. Funktionsteile wie Armlehnen, Kopfstützen oder Fußablagen sind auch als solche konstruiert und sind nicht als Sitzfläche oder zweckentfremdet zu benutzen. Funktionsbedingt dürfen Wellen und Falten entstehen bzw. vorhanden sein (z.B. Sitz und Rücken, Armlehnen, Seitenteile, Kopf- und Fußteil).

Fußbodenheizung

Besondere Vorsicht gilt bei Fußbodenheizungen in Verbindung mit Massivholzmöbeln. Das Holz kann stärker austrocknen und es kommt zu Schwund, Verzug oder Rissbildung im Holz. Antiquitätenhändler empfehlen für ihre wertvollen Gegenstände deshalb zusätzliche Befeuchtung.

Füße und Fußbodenschutz

Achten Sie bitte beim Kauf auf die Fußverbindungen der Möbel. Die industrielle Serienfertigung sieht jeweils ihren modellspezifischen Standard vor. Um die unterschiedlichen Böden vor Kratzern oder Beschädigungen zu schützen, müssen unter die Fußvarianten des Herstellers evtl. gesonderte Schutzunterlagen z. B. Filz-, Kunststoff-, Gummi- oder sonstige Gleiter angebracht werden. Sondervereinbarungen sind bedingt möglich.

Gebrauchseigenschaft

Nutzungsbedingte Veränderungen, die keine Rückschlüsse auf Verarbeitung und Qualität zulassen (z. B. oft benutzter Platz bei Polstermöbeln).

Gebrauchslüster/Sitzspiegel

Dieser Effekt entsteht bei allen samtigen Stoffen wie Velours, Chenillestoffen, eventuell Mikrofasern oder veloursähnlichen Oberflächen wie Teppichböden oder Textilien. Je höher der Flor aufsteht (kuschelig, weich), desto flacher legt er sich durch Körperdruck, Körperfeuchtigkeit, Wärme und Sitzgewohnheit. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel changiert er dann im hell/dunkel bzw. matt/glänzend Effekt. Das ist kein Materialmangel, sondern eine warentypische Eigenschaft. Es hat auf Gebrauch, Nutzen, Funktion oder Lebensdauer des Bezuges keinen Einfluss.

Geruch

Neues riecht, das ist allgemein bekannt. Das kann je nach Material und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten häufiges Lüften oder nebelfeuchtes Abwischen. Bestimmte Produkte wie Leder oder Massivholz behalten zeitlebens einen gewissen Eigengeruch.

Glas, Glastische

Im Floatverfahren hergestelltes Glas entspricht den EU-Normen und der DIN 1249. Bei polarisiertem Licht sind Irritationserscheinungen wie leichte Wolken, Ringe, Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt und unvermeidbar. Die Sicherheit oder Belastbarkeit darf dadurch jedoch nicht beeinträchtigt sein. Glastoleranzen sind u. a. in den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430 festgelegt. Glasflächen sind kratzempfindlich, scharfkantige Gegenstände dürfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Insbesondere bei heißen Töpfen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsüblicher Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfältigen Varianten und Qualitäten als Nutz- und Zierfläche eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen und die Reinigungs- und Pflegehinweise ganz besonders zu beachten.

Haustiere

Hier ist einfach Vorsicht geboten. Mit Haustieren ist es wie mit allen lieb gewonnenen Wesen oder Gegenständen, es ist Toleranz und Verständnis notwendig. Haustiere können nicht 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden. Die Aufsichtspflicht obliegt den Tierhaltern, Eltern oder Haus- und Wohnungsbesitzern. Es gibt vielfältige Hinweise und Informationen aus Fachzeitschriften und Medien (z. B. Möbelkauf der Stiftung Warentest, „Ein Herz für Tiere“ usw.). Fest steht: Krallen und Schnabeltiere können ganz erhebliche und vielfach irreparable Schäden anrichten. Tierhaare, besonders Katzenhaare, lassen sich aus Textilien nur schwer entfernen. Katzen, Hunde etc. sind Freigänger und bringen zwangsläufig alles Mögliche mit in die Wohnung. Allein schon zum Schutz von Kleinkindern sollte deshalb keinesfalls ein direkter Kontakt zwischen Tier und Bezugsmaterial von Möbeln stattfinden. Ein wirksamer Schutz wäre Ihre gefährdeten Möbel mit geeigneten Materialien (Auflagen, Decken, etc., die waschbar oder reinigungsfähig sind) vor Beschädigungen durch Tiere zu schützen

Holzwerkstoffe

Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes und der Verarbeitung. Die altbewährten Werkstoffplatten (Spanplatten), mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Qualität. Ob mit Furnier, Folie oder lackierter Oberfläche sind sie äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperatur-Schwankungen und vielfältig einsetzbar. Ihre Inhaltsstoffe sind auf gesundheitliche Unbedenklichkeit nach den EG-Richtlinien und den strengeren RAL-Anforderungen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel nachhaltig geprüft und bescheinigt. Holzwerkstoffe schonen im großen Umfang unsere natürlichen Ressourcen.

Hussen/abnehmbare Bezüge

Bei Möbelbezügen, die abgenommen werden können, müssen einige besondere Dinge beachtet werden. Hier ist unbedingt auf die Stoffzusammensetzung und die Hinweise zur Reinigung zu achten. Sind sie chemisch reinigungsfähig? Sind sie waschbar und wie? Meist nur höchstens bis 30°C. Sie können leicht etwas eingehen und sind dann bei Falschbehandlung nicht oder nur sehr schwer aufziehbar.

Leder

Bitte beachten Sie unbedingt die Hersteller-Pflegehinweise in Bezug auf Leder! Weiterhin ist zu beachten: Leder kann sich durch Lichteinwirkung, Strahler etc. und besonders durch Sonnenlicht farblich, optisch und vom Griff verändern. Bei dauerhafter Nähe zu eingeschalteten Heizkörpern kann das Leder austrocknen, porös und brüchig werden. Siehe allgemeine Hinweise, Raumklima und Lichteinwirkung. Echtes Leder braucht je nach Art und Qualität sowie Nutzungsgrad in jedem Fall regelmäßige Reinigung und Pflege. Bei hartnäckigen Problemen ist ein Spezialist einzuschalten.

Legere oder auch besonders legere Polsterung

Bei dieser Polsterart ist der Bezug nicht durchgehend eng mit der Polsterung verbunden. Die Polsterung ist weicher und der Bezug lockerer, damit man „im Sofa“, und nicht „auf dem Sofa“, sitzt. Eine optisch wellige Oberfläche der Bezüge sowie Stzabdrücke stellen keinen Qualitätsmangel dar, sondern ist modellbedingt oder gestalterisch gewünscht, um optimalen Sitzkomfort zu gewährleisten. Generell ist von einer legeren Verarbeitung auszugehen, wenn an Bezügen Kräuselungen oder Wellen in Teilen verarbeitet sind. Eine „besonders legere Polsterung“ zeichnet sich durch eine sehr weiche/softige Oberfläche aus. Die Bezüge zeigen bereits im Neuzustand ein ausgeprägtes Wellenbild, das design-, modell- und konstruktionsbedingt gewollt ist. Es ist davon auszugehen, dass sich Leder durch Gebrauch dehnen wird und der Bezug so seine gebrauchstypische Optik erhält. Durch diese Veränderung vermindert sich aber die Gebrauchstüchtigkeit absolut nicht. Um die Flächen nach der Benutzung zu glätten, sollten modellbedingt die Sitz- und Rückenkissen nach außen gestrichen, geklopft oder geschüttelt werden. Einige Garnituren unserer Kollektion sind im Sitz und/oder Rücken mit hochwertigen Kammerkissen (Inletts) ausgestattet. Bei der Füllung dieser Kissen kann es sich modellabhängig um eine Flockware aus Fasern oder Schaumstoffstäbchen handeln. Das Füllmaterial wird innerhalb der Kissen in Kammern gehalten, damit es sich nicht verschiebt. Je nach Art und Stärke des Bezugsmaterials können sich sowohl die Kammern als auch das Füllmaterial mal mehr, mal weniger, abzeichnen. Um nutzungsbedingte Wellen-/Faltenbildung zu minimieren, ist es ratsam, die Bezüge je nach Beanspruchung regelmäßig an den Sitz- und Rückenkissen etwas nach außen zu streichen, aufzuklopfen oder aufzuschütteln.

Lichtechtheit nach RAL 430/4

Solche Lichtquellen und insbesondere Sonnenlicht verändern Oberflächen, speziell Holzoberflächen, Naturmaterialen (z.B. Baumwolle) oder Leder. Diese Art von „Sonnenbrand“ führt durch den chemischen Aufbau zu Farbveränderungen. Naturhölzer können nachdunkeln oder vergilben, gebeizte Hölzer können ausbleichen. Wertvolle Möbel müssen vor extremer Lichteinwirkung geschützt werden, da eine „absolute“ Lichtechtheit nicht zu erreichen ist. Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen Südzimmern mit viel Licht und Glas geboten. Insbesondere bei Sonnenschein sollten Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst Bezugsmaterialien und Oberflächen schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen Farbveränderungen oder Helligheitsunterschiede aufweisen können. Solche „farblichen Veränderungen“ haben allerdings auf den Gebrauch oder die Lebensdauer keinen Einfluss.

Luftfeuchtigkeit, Heizung, Raumklima

Materialien aus Holz sind natürliche Werkstoffe und damit ständig dem Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft ausgesetzt. Holz arbeitet und verändert sich dadurch ständig. Massivholzmöbel z. B. sollten keiner extrem hohen oder zu geringen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Massivholzmöbel sind für eine Fußbodenheizung nicht geeignet oder es muss ein besonderer Schutz erfolgen. Das Holz beginnt sonst zu arbeiten, sich zu verziehen, schrumpft, offene Leimfugen oder Risse können entstehen. Das Raumklima, das für Menschen und Pflanzen am besten ist, sollte nach Medizin und Wissenschaft Jahresdurchschnittswerte von 45-55% relative Luftfeuchtigkeit bei 18-23° Celsius aufweisen. Kurzfristige Abweichungen von diesen Empfehlungswerten schaden nicht sofort, längere Zeiträume mit zu extremen Werten sollten jedoch unbedingt vermieden werden. Es empfiehlt sich deshalb, im Raum ein Thermometer und ein Hygrometer anzubringen. Bei Polstermöbeln und Textilien, Teppichböden etc. kann es bei zu trockener Luft zu empfindlichen elektrostatischen Aufladungen kommen (siehe elektrostatische Aufladung). Bei dauerhaft feuchten Wänden drohen Schimmelpilz und Materialschäden.

Massivholz

Massives Holz ist ein Phänomen „es arbeitet immer“. Massivholz ist eines der vielfältigsten, edelsten und schönsten Naturprodukte, die für Möbel und Inneneinrichtungen verwendet werden. Es ist sprichwörtlich ein “uriges Unikat“. Hier zeigt die Natur dem Menschen, dass sie nur schwer zu bändigen ist. Nicht das massive Holz stellt sich auf den Menschen und seine Wohnung ein, sondern genau umgekehrt ist es erforderlich. Der Mensch muss sein Wohnklima auf die Natur und seine Eigenschaften einstellen. Antiquitätenbesitzer wissen das genau. Was für das Holz unerlässlich ist, ist auch für den Menschen besonders wichtig: Das Wohn- und Raumklima, das heißt im Jahresdurchschnitt 45-55% relative Luftfeuchtigkeit. Auch dann sind ein „Arbeiten, Verziehen, Quellen und Schwinden oder kleine Risse“ nicht zu vermeiden. (Siehe auch Luftfeuchtigkeit/Raumklima)

Die ausgesuchten Hölzer für den weltweiten Möbelbau stammen inzwischen weitgehend aus kontrollierter Forstwirtschaft. Über die vielen Sonderhölzer z. B. Astahorn, Asteiche, Kernbuche, Weide etc. ist die Produktinformation eine wertvolle Hilfe Näheres über die einzelnen Eigenschaften der Hölzer zu erfahren. Hinweis: Toleranzen bei Massivholz, z. B. Maß-, Farb- oder Strukturabweichungen, können bereits im Neuzustand d. h. bei Lieferung vorhanden sein (siehe auch Durchbiegen oder entsprechende Normenregelwerke).

Metallteile und -oberflächen

Struktur- und Farbabweichungen sind nicht zu vermeiden. Lackierte Metalle, anodisiertes oder poliertes Aluminium: Zur Reinigung dieser Metalle ist eine leichte Spülmittellösung verwendbar. Auf keinen Fall Alkohol oder Putzmittel gebrauchen. Immer trocken reiben. Die Pflegeanleitungen des Herstellers sind in jedem Fall zu beachten. Für lackierte Metalle, anodisiertes, poliertes oder gebürstetes Aluminium, Chrom, vergoldete Oberflächen, Edelstahl, Hochglanzlackierung usw. sind die Reinigungs- und Pflegevorschriften der Hersteller zu beachten.

Mikrofasertücher

Nicht alles was für Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut für Möbel. Deshalb: Sicherheitshalber keine Mikrofasertücher für Möbeloberflächen, Polstermöbelbezüge, z. B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art verwenden. Weiche, saubere Tücher z. B. Geschirrtücher oder Fensterleder sind dafür besser geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln.

Möbelpolitur

Wenn es sich nicht um ganz spezielle Polituren handelt, schaden sie Ihren Möbeln eher. Silikonspuren sind im Nachhinein nur schwer zu entfernen.

Montage/Montageanleitungen/Beilagen

Sind unbedingt zu beachten.

Neubauten

In Neubauten herrschen beim Einzug teilweise extrem hohe Boden- und Wandfeuchtigkeiten. Überhöhte Baufeuchte und eine relative Luftfeuchtigkeit über 65% sind in den ersten Monaten häufig nicht zu vermeiden. In diesem Zustand dürfen keine Möbelteile unmittelbar oder großflächig an die Wand montiert oder gestellt werden, sondern erst nach ordnungsgemäßer Austrocknung sämtlicher Böden und Wände. Ansonsten kann es schnell zu Feuchtigkeitsschäden, Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen. Die Nordseite der Gebäude ist besonders kritisch. In solchen Fällen sollte für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Möbelteilen gesorgt werden. Dies ist ganz besonders wichtig. Zu trockene Luft schadet Mensch und Material genauso wie zu feuchte Luft. Richtig sind im Jahresdurchschnitt 18 – 23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 – 55 %. (Siehe dazu auch Aufmaß, Aufstellen, Ausrichten und Luftfeuchtigkeit).

Ölbehandelte und gewachste Oberflächen

Zur Langzeitpflege dient entsprechendes Spezialöl bzw. Wachs. Auffrischen vor oder nach der Heizperiode, aber höchstens ein- bis zweimal im Jahr ist zu empfehlen. Bei der Glas- und Spiegelreinigung dürfen fettlösliche Glasreinigungsmittel nicht mit geölten Oberflächen in Kontakt kommen. Vor dem Nachölen/Wachsen zuerst die Oberflächen reinigen.

Pflegehinweise

Oberster Grundsatz: Bitte immer die ausführlichen Produktinformationen, Gebrauchs-, Reinigungs- und Pflegehinweise sowie die Herstelleranweisung am Produkt genau beachten!

Auf hochwertige Möbeloberflächen keine heißen, schweren, scharfkantigen oder feuchten Gegenstände abstellen, die Druckstellen oder Ränder verursachen. Verschüttete säurehaltige Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte und Alkohol sofort abtupfen und nicht eindringen lassen. Niemals mit größerem Druck auf der Stelle reiben. Auch Tabakrauch, Küchendünste und Umwelteinflüsse hinterlassen ihre Spuren. Damit Möbel lange Zeit schön bleiben, müssen sie regelmäßig gepflegt werden.

Pillingbildung

Anfänglich tauchen an einigen Bezugsstoffen – vorwiegend Flach und Mischgewebe – bei Benutzung kleine Knötchen auf, wie man sie von Wollpullovern kennt. Diese entstehen meist durch Kontakt mit Fremdtextilien, mit denen der Benutzer auf dem Polstermöbel sitzt. Fremdpilling ist eine warentypische Eigenschaft, kein Materialfehler. Dafür gibt es spezielle Fusselrasierer, mit denen nach Herstelleranleitung die Pills problemlos entfernt werden können, ohne dass der Bezugsstoff Schaden nimmt. Oder es handelt sich um lose Partikel des verwendeten Garns, meist vermischt mit Bekleidungsfusseln. Pills entstehen häufig schon nach kurzem Gebrauch. Pillingbildung sowie die Entfernung von Pills beeinträchtigen die Haltbarkeit des Möbelstoffs nicht.

Planungsware und Lieferung frei Haus

Voraussetzung für eine mangelfreie Lieferung und Montage ist eine genaue Bedarfsermittlung mit Raummaßen, Aufmaß, Wandbeschaffenheit und freie Begehbarkeit zum Montageplatz usw. (inkl. Tür-, Treppen- und Gangbreiten, Aufzug, Stockwerk usw., diese Angaben kommen vom Käufer). Zu klären ist: Sind Steckdosen und Lichtschalter richtig verlegt? Es ist auch zu berücksichtigen, dass Boden, Wände und Decken nicht ganz gerade sind und deshalb bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden muss. Gibt es kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten, müssen sie dem Verkäufer und Monteur rechtzeitig mitgeteilt werden. Der entsprechende Raum muss leer und begehbar sein. Die Möbel müssen waagerecht ausgerichtet aufgestellt werden.

Polstermöbel allgemein

Polstermöbel sind weich und verformbar. Sie sollten nicht allein nach Schönheit, sondern nach den jeweiligen Bedürfnissen gekauft werden. Zu unterscheiden sind „straff“, d. h. weitgehend glatte Polsterung und „leger“ bzw. „besonders legere“ Polsterung. Bei den Letzteren ist eine weiche, knautschige Verarbeitung konstruktiv und designbedingt gewollt. Hier zeigen sich schon im Neuzustand Wellen oder Fältchen im Bezugsmaterial. Sie verstärken sich im Gebrauch und sind eine warentypische Eigenschaft. Was häufig unterschätzt wird, Polstermöbel werden täglich ca. 3-5 Std. benutzt, meist auf einem Lieblingsplatz. Optische Veränderungen sind dann nicht aufzuhalten und normaler Verschleiß. Auf den Gebrauch, Nutzen oder Lebensdauer hat das nur sehr wenig Einfluss. Polstermöbel müssen waagrecht ausgerichtet werden und geradestehen. Bei Unebenheiten des Fußbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden. (Produktinformationen des Herstellers beachten.)

Reibechtheit

Bei Farben von Möbelstoffen spricht man von Reibechtheit, wenn diese die Anforderungen der RAL 430/3 erfüllen. Hier wird bestimmt, in wieweit ein Bezug abfärben bzw. sich abreiben darf. In der Regel erreichen helle Farben höhere Reibechtheiten als dunklere Töne. Zur Reinigung sollten Sie ausschließlich destilliertes Wasser und Neutralseife verwenden und mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch vorsichtig reiben, immer großflächig von Naht zu Naht, leicht und ohne viel Druck und niemals nur auf der Stelle (Farbabrieb und Ränder)! Bitte keine Mikrofasertücher und Dampfreiniger verwenden. Sinnvoll ist ein Test an einer nicht sichtbaren Stelle. Achtung: Immer zuerst die ausführliche Herstellerbeschreibung am Produkt beachten! Durch Fremdprodukte verursachte Schäden, wie z. B. Dampfreiniger, nicht vom Hersteller empfohlene Imprägnier- und Pflegemittel, Jeans-Abfärbungen und Abfärbungen sonstiger nicht farbechter Textilien, Klettbänder an Freizeitkleidung und weitere angeklebte zucker-, säure-, weichmacher-, bleich- oder lösemittelhaltige Substanzen, Alkoholrückstände, Klebebänder jeder Art (z. B. Tesafilm etc.) sind von der Gewähr- und Garantieleistung ausgenommen.

Sitzhärteunterschiede

Der Sitzkomfort innerhalb einer Polstergruppe kann differieren. Oft ist es konstruktiv und formbedingt nicht möglich, jedes verwendete Element mit gleicher Unterfederung auszustatten (z. B. bei Eck- und Verwandlungselementen, Anstellhockern, unterschiedlichen geometrischen Grundformen, Abschlusselementen etc.). Es ist auch nicht auszuschließen, dass der Eindruck unterschiedlicher Sitzhärten entsteht, obwohl die Polsterungen einheitlich sind (Schaumstoff kann innerhalb seines Raumgewichts technisch bedingte Toleranzen von +/- 15 % aufweisen). Deshalb sollte unbedingt eine intensive Sitzprobe vor dem Kauf erfolgen. Beim Schaumstoff kann es bereits im Neuzustand aus fertigungstechnischen Gründen zu größeren Toleranzen kommen. Nur bei maß- und formgleichen Polsterteilen sind die Sitz- oder Rückenhärten weitgehend einheitlich.

Stellplatz

Polstermöbel, Möbelteile, Tische, Funktionsmöbel etc. müssen beim Aufstellen oder montieren waagerecht ausgerichtet werden und gerade stehen. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen können nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden am Untergestell, z. B. Knarr- oder Quietschgeräusche, führen. Um Ihren Fußboden vor Kratzern etc. zu schützen, muss der jeweilige Fußbodenbelag durch eine zusätzliche Unterlage (z.B. Filzgleiter) geschützt werden.

Stoffe

Die Auswahl an textilen Bezugsmaterialien steigt ständig. Sie sollten nicht allein nach der Optik entscheiden, sondern auch nach dem Gebrauchsnutzen, Reinigung- und Pflege usw. Hier sind Ihre individuellen Bedürfnisse sowie die Haushaltsgröße maßgeblich. Die unterschiedlichen Qualitäten und Produktinformationen der Hersteller sind zu beachten. Haben Sie Haustiere? Bitte denken Sie daran: katzen- oder krallensichere Bezugsmaterialien gibt es nicht! Die Beratung ist deshalb beim Polstermöbelkauf besonders wichtig.

Straffe Polsterung

Bei dieser Posterart wird der Bezug fest über die Polster gespannt und verbunden. Dadurch wird vermieden, dass sich beim Gebrauch eine übermäßige Wellenbildung einstellt. In den meisten Fällen spannt sich die während des Sitzens entstandene Wellenbildung wieder aus. Es ist aber auch hier nicht auszuschließen, dass mit zunehmender Gebrauchsdauer eine – wenn auch nur leichte – entstehen kann. Diese stellt keinen Qualitätsmangel dar, sondern ist eine warentypische Eigenschaft. Dies ist nicht auf das Nachlassen der Polsterung zurückzuführen, sondern auf das Ausdehnen des Bezugsmaterials. Ein typisches Erkennungsmerkmal dieser Art der Polsterung ist ihre geradlinige Optik. Der Sitzkomfort unterscheidet sich dadurch von anderen Polsterarten, dass man nicht sehr tief ins Polster einsinkt, sondern fest auf dem Polster sitzt. Züge, z.B. an Rundungen oder Raffungen sind design-, modell- oder konstruktionsbedingt.

Toleranzen

Toleranzen bei Möbeln sind in der industriellen Serienfertigung und fertigungstechnisch nicht zu vermeiden. Der größte Teil an Toleranzen ist festgeschrieben in den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. mit dem Gütezeichen „Goldenes M“. Liegen die Abweichungen (Toleranzen) innerhalb der nationalen und internationalen Norm in Farbe, Maßen und Struktur im unerheblichen Bereich, liegt kein Sachmangel vor. Es handelt sich dabei um ein „warentypische Eigenschaften“. Das sind hinzunehmende Produktions- und fertigungstechnische Abweichungen – fast immer kleinere optische Abweichungen, die auf Gebrauch, Nutzen, Funktion, Sicherheit und Lebensdauer keinen Einfluss haben.

Unterhaltspflege

Hier ist grundsätzlich immer die Herstelleranweisung am Produkt zu beachten! Der tägliche Gebrauch hinterlässt seine Spuren. Wichtig ist, dass verschüttete Flüssigkeiten oder Verunreinigungen (z. B. Fruchtsaft, Alkohol etc.) sofort mit einem saugfähigen Küchenpapier oder sauberen Tuch/Geschirrtuch abgetupft – nicht gerieben – werden, damit sie gar nicht erst in die Oberfläche eindringen können. Keine Mikrofasertücher verwenden. Nicht auf der Stelle reiben und keine silikonhaltigen Möbelpflegemittel verwenden. Niemals Schadstellen mit Lösungsmitteln entfernen (z. B. Fleckentferner, Terpentin, Benzin oder gar Dampfreiniger).

Wellen- und Muldenbildung (Faltenbildung)

(Siehe auch legere/saloppe Polsterung)

Begriffsbestimmung nach RAL GZ 430/4: „Eine Welle ist eine von der ursprünglichen Polsteroberfläche abweichende Verformung. Eine Falte ist eine Welle mit Knick“. Die Messmethode und die Toleranzen sind in der RAL-GZ 430/4 enthalten. Beim so genannten „Einsitzen“ oder „Einliegen“ verändern sich meist schon nach kurzem Gebrauch die Sitzhärte und die Optik. Die Sitzhärte wird weicher in Abhängigkeit von Art und Dauer der Nutzung. Auch das Personengewicht spielt eine Rolle. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Um möglichst lange gleichmäßige Liegehärten zu erzielen, ist es wichtig, die Lieblingsplätze bei Polstermöbeln zu wechseln. Sonst kann es zu einseitiger Wellen-, Mulden- oder Kuhlenbildung kommen. Unterstützt wird diese Entwicklung dadurch, dass sich die Bezugsmaterialien unter Einfluss von Körpergewicht und Wärme mehr oder minder dehnen und sich dadurch „Wellen“ bilden. Diese optischen Veränderungen haben auf Gebrauch, Funktion oder Lebensdauer so gut wie keinen Einfluss und stellen keinen Sachmangel dar. Das Glattstreichen oder Aufklopfen der Bezüge und Kissen gehört zu den üblichen Sorgfaltspflichten. Liegt der Bezug nach relativ kurzer Nutzung als „Knickfalte“ übereinander, haben wir in der Regel eine berechtigte Beanstandung. Dabei sind meist Folgeschäden für das Bezugsmaterial zu erwarten und es ist Handlungsbedarf, z. B. in Form einer fachmännischen Nachbesserung angebracht. Die „Wellen oder Falten“ können von Spezialisten oder Sachverständigen genau und vorschriftsmäßig nachgemessen werden. Dabei wird auch das „harmonische Gesamtbild“ beurteilt. Quelle: RAL-GZ 430/4. Die Stiftung Warentest empfiehlt die Sitzplätze möglichst gleichmäßig zu benutzen, damit sich die Optik den Sitzgewohnheiten anpassen kann. Wenn Sie diese legere Optik nicht mögen oder gar ablehnen, sollten Sie sich für „straff“ gepolsterte Sitz- und Liegemöbel entscheiden.

Werkzeuge

Nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Beschläge, Werkzeuge und Materialien verwenden. Wird das nicht beachtet, erlischt in der Regel die Garantie. Im Zweifelsfall fragen Sie die Fachleute.